Flucht nach Italien

Eigentlich wollten wir heute den ersten Tag des Hannibal X fahren, satt dessen ist heute Nacht der Winter in Tirol angekommen.

Roland und ich vertrödeln den verregneten Vormittag in Axams in einem kleinen Kaffee und überlegen was wir wo mit dem Bike anfangen können. Dann erklärt sich Martin aus Innsbruck bereit, mit uns ins Trentino zu fahren. Sonne statt Regen, Wärme statt Schneesturm und trockene Trails statt hereingeschneite Wanderwegen locken.

hart am Abgrund

Die Bikes werden in Martin´s VW-Bus verladen und los geht´s. Kaum ist der Brenner überquert betätigt uns der Blick auf den blauen Himmel, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Eine Stunde später erreichen wir eine kleine Seilbahnstation. Diese führt uns hinauf zu einem Trail den ich vor 6 Jahren schon einmal gefahren bin. Das war damals allerdings noch ein ziemlich erfolgloser Versuch, denn weder Bike noch Fahrtechnik waren diesem Trail wirklich gewachsen. Heute sollte das anders sein…

steile Treppe

Und tatsächlich, es läuft. Der Trail ist ausgesetzt und technisch äußerst anspruchsvoll. Ein Sturz endet hier unweigerlich im gähnenden Abgrund. Wir probieren die Schlüsselstellen mehrfach und nehmen uns Zeit einige spektakuläre Fotos zu schießen.

Nach diesem Trailschmankerl irren wir mit dem Auto noch ein bisschen durch Trento, weil wir den Abzweig ins Val Sugana irgendwie verpasst haben und erreichen schließlich das Hotel Cristallo in Levico Therme. Wir werden von Chef Daniele persönlich begrüßt und verbringen die Nacht in dem gemütlichen Hotel. Gegenüber im Süden erhebt sich der Otigara, nach oben führt der Kaiserjägersteig und nicht weit davon entfernt lockt der Sentiero de la Pace als Trail hinab zum Lago di Caldonazzo. Diesen haben wir morgen früh auf dem Programm.

Fazit: Eis Ass im Ärmel, ein zweite Option ist allemal besser, als darauf zu warten, dass sich was von alleine ändert.

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