ROAM

Post aus Kanada

Wer den gnadenlos schönen „The Collective“ bereits gesehen hat, war sehr gespannt, was die Meister des Bikefilmes in ihrem neuen Streifen ROAM wohl auf die Beide stellen werden.

Und dann kam er endlich, der lang ersehnte Brief aus Kanada. Drinnen eine grünliche Hülle aus Pappe und darin letztendlich der Silberling voller atemberaubender Szenen mit absolut einzigartiger Kameraführung, untermalt mit einfach nur guter Musik.

Aber nun mal von Anfang an. Schon die ersten Szenen versetzen den Betrachter in Staunen. Die bekannten Fahrer der Szene begeistern wieder und wieder mit unglaublichen Stunts. Die ganze Sache ist in traumhafte Landschaftsaufnahmen verpackt und immer mit der passenden Musik vertont. Gerade diese Kombination erhebt diesen Film in eine schon schnell nicht mehr zu erreichende Ebene.

Roam

Der Film beginnt mit einer gespenstischen Szene: bei strömendem Regen sitzt jemand in Schwindel erregender Höhe auf einem schmalen Holzgestell und nagelt einen Northshore in den Wald. Der Regen tropft von der Kapuze auf die klammen Hände…dann reißt es auf. Die Biker kommen und testen den Trail.

Schon bald fragt man sich, wie die abartigen Kamerafahrten entstehen konnten, wie immer genau der richtige Schatten dort sein konnte, den Fahrer in das perfekte Licht getaucht und der Wind aus der richtigen Richtung wehen konnte.

Besucht werden die Orte, die den Bikern schon immer feuchte Träume bescheren: British Coloumbia, Whistler und Moab. Aber auch Neuland wie Marocco und die Stadt Prag wird befahren.

Als Fahrer sind folgende Größen bei der Arbeit zu bewundern:

Andrew Shandro, Wade Simons, Thomas Vanderham, CamMcCaul, Darren Berrecloth, Rider Kasprik, Geoff Gulevich, Matt Hunter, Tyler Klassen, Ryan Leech, Jordie Lunn, Tyler Morland, Steve OPeat, Nathen Rennie und Steve Romaniuk. Klingende Namen, die unglaubliches erwarten lassen. Und diese Erwartungen werden mehr als erfüllt.

Betrachtet man die Extras auf der DVD sieht man das vor dem perfekten Sprung auch ab und zu ein heftiger Abflug einprogrammiert ist. Und dann wird das Geheimnis der Kameraführung aufgeklärt: Seilbahnen in schwindelnder Höhe über den Trails in die Bäume gebaut. An dem dünnen Seil hängt ein lebensmüder Kameraman und fliegt über den unten den Trail entlang surfenden Biker. Daneben sieht man höllische Helmcam-Fahrten.

Fazit: Absolut kurzweiliger Film der nur eine Emotion generiert: gebt mir mehr von diesem Stoff!

Empfehlung: unbedingt kaufen!

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Link: TheCollectiveFilm