Normalerweise reicht mir mein Ford Mondeo Turnier für Alltag und Hobby. Zu zweit kann man damit wirklich bequem und komfortabel in den Urlaub fahren und neben den Mountainbikes auch die ganze Campingausrüstung mitnehmen. Bei Bedarf können die wertvollen Fahrräder problemlos im geräumigen Kofferraum transportiert werden oder stehen am Heck auf dem Radträger.

Heckträger

Doch was ist los, wenn man mit den Kindern oder mit Freunden ein paar Tage in die Berge möchte? Schnell stößt man hierbei an die Kapazitätsgrenzen eines normalen PKW. Mit vier Mountainbikes auf dem Heckträger und einer Skibox auf dem Dach bekommt man mit einigen Kompromissen zwar das Nötigste verstaut, aber wirklich komfortabel ist das ganze Gespann so nicht mehr. Zudem verändert sich das Fahrverhalten des PKW nicht gerade zum Guten.
Sich wegen ein paar Ausflügen im Jahr gleich einen Kleinbus oder gar ein ganzes Wohnmobil anzuschaffen ist nicht wirklich eine praktikable Lösung. Die Miete eines Fahrzeuges ist auch nicht gerade günstig und mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Da wäre es doch praktisch, wenn man die Lademöglichkeiten flexibel erweitern könnte.

der echte Hopper

Mit diesem Dilemma im Hinterkopf bin ich dann vor ein paar Wochen auf eine optimal geneigte Lösung gestoßen. Der echte Hopper bietet für relativ wenig Geld eine rudimentäre Übernachtungsmöglichkeit in Verbindung mit einem enormen Stauvolumen und Ladekapazität. Ein weiterer Vorteil ist, dass man im Hopper seine Sportausrüstung sicher und vor den Blicken von Dieben verborgen verstauen und stehen lassen kann. Einmal gemütlich auf dem Campingplatz eingerichtet steht einem für Einkäufe und Tagesausflüge immer noch das Auto zur Verfügung.


Der Hopper kann optional mit verschiedenen Dachzelten bestückt und nach persönlichen Vorlieben und Wünschen ausgestattet werden. In der Basisversion gibt es innen eine Klappliege, die wahlweise als Sitzbank oder Bett genutzt werden kann. Für die nötigsten Ablagemöglichkeiten sorgt ein schmales Board und ein großes Gepäcknetz.

Klappe auf, Ladung rein

Hinten hat der komplett aus Aluminium gefertigte Anhänger eine große Heckklappe, die aufgeklappt sogar als Regen- oder Sonnenschutz genutzt werden kann. Dadurch lassen sich die Fahrräder bequem einladen und an dem optional erhältlichen Radträgersystem befestigten.

3 Mountainbikes im Hopper

Baut man die Vorderräder aus lassen sich so bis zu 3 Mountainbikes oder 4 Rennräder sicher transportieren. Alternativ dazu kann man die Fahrräder auch komplett in den Hopper laden und mittels Spanngurten an den Airline-Schienen am Boden und an der Seitenwand verzurren. So ist es möglich bis zu 5 Mountainbikes im Innenraum des Hoppers zu laden. Selbstverständlich bleibt dann immer noch ausreichen Volumen für das übrige Gepäck erhalten. Insgesamt darf der Hopper mit bis zu 1000 Kilogramm Ladung befüllt werden.

Airlineschiene und Steckachsenaufnahme

Ein leistungsstarkes Zugfahrzeug vorausgesetzt vergisst man den Hopper beim Fahren schnell. Der PKW lässt sich weiterhin gut und sicher fahren und dank der schmalen Silhouette des Hoppers ist auch der Blick in den Rückspiegel kein Problem. Rückwärts lässt sich der kompakte Anhänger mit etwas Übung gut rangieren und kann wenn es beim Einparken wirklich mal eng werden sollte ganz einfach abgekoppelt und von einer Person geschoben werden.

Der Hopper auf dem Berg

Nicht verschweigen sollte man allerdings den erhöhten Spirtverbrauch und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h. Diese macht sich allerdings vor allem bei langen Autobahnfahrten bemerkbar, während man im allgemeinen Urlaubsstau sowieso mit der Masse mitschwimmt. Bei der Parkplatzwahl ist natürlich auch zu beachten, dass man deutlich mehr Platz als gewohnt braucht. Da wird der kurze Stop beim Bäcker oder vor dem Supermarkt ganz schnell mal zu Herausforderung.

Kaffeepause

Im Campingbetrieb bietet der Hopper gerade bei schlechtem Wetter deutlich mehr Komfort als ein Zelt auf der nassen Wiese. Das Dachzelt bietet je nach Ausführung Platz für 2 bis 4 Personen, während unten im Hopper die Fahrräder und das Campingequipment trocken und sicher verstaut stehen können.

Der Hopper von Innen

Bei einer 4-Personen Belegung unten und oben sollte man allerdings bedenken, dass jede Bewegung in und auf dem Hopper dazu führen kann, dass der ganze Aufbau ins Schwanken gerät.
Der Hopper eignet sich optimal für mehrtägige Reisen mit viel Gepäck und mehreren Personen. Im Vergleich zu einem Wohnwagen, einem Transporter oder einem Wohnmobil punktet der Hopper mit einem sensationell günstigen Anschaffungspreis. In der Basisversion bietet er viel Gestaltungsspielraum für eine individuelle Ausstattung und Möblierung.

Ausladen und los

Ansonsten kann der Hopper im Alltag auch für den Tansport von allen möglichen Dingen genutzt werden oder einfach in der Einfahrt stehen, während man das Auto ohne unnötigen Ballast nutzen kann.

Übernachtung im Dachzelt

Der Einsatzbereich des Hoppers ist natürlich nicht für die Bedürfnisse von Mountainbikern begrenzt. Für Alle, die sperriges, dreckiges oder nasses Equipment sicher und praktisch transportieren oder stehen lassen möchten ist dieser Anhänger eine willkommene Lösung.
Fazit: gelungene Lösung für all Diejenigen, die ab und zu viel transportieren müssen und bereits ein geneigtes KFZ mit Anhängerkupplung verfügen. Beim Leben auf dem Campingplatz hat man deutlich mehr Komfort als in einem Zelt. Bei schlechtem Wetter oder Kälte wünscht man sich allerdings eher ein richtiges Wohnmobil oder ein warmes Hotelzimmer.

Link: Der Hopper (der-hopper.de)

Transparenzhinweis:

Der echte Hopper“ wurde mir für diesen Bericht leihweise für 5 Tage zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Natürlich hat dies keinerlei Einfluss auf die Inhalte meiner Beiträge. Ich bemühe mich stets sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts aufzuzeigen.